Arbeit4.0

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Wer schreibt dieses Blog?

Beim Dehner-Verdi-Infoblog arbeiten Gewerkschaftsmitglieder und KollegInnen aus unterschiedlichen Bereichen und Märkten mit. Mit unseren Beiträgen wollen wir für mehr Information im Unternehmen sorgen und allen KollegInnen eine Plattform zum Austausch geben.

Sonntag, 28. Mai 2017

Rote Grüße aus dem Allgäu!


"Wir sind hier, wir sind laut - weil Ihr uns die Tarife klaut!"



Memmingen, 23.05.2017






Gemeinsam, mit den Kollegen aus Kempten und flankiert von 150 Beschäftigten des Allgäuer Einzelhandels, zogen die Mitarbeiter von Dehner Memmingen diesmal durch die beschauliche Altstadt Memmingens.



Mit Sprechchören, Trillerpfeifen und Megaphon bewaffnet informierten sie die zahllosen Schaulustigen und Wochenmarkt-Besucher über die desolate Lage der Beschäftigten im Bayerischen Einzelhandel.



Selbstverständlich durfte ein spontaner Besuch bei den lokalen Tarifflüchtlingen in der Memminger Fußgängerzone nicht fehlen - ein kurzes Gastspiel vor dem Dehner Markt in Memmingen war aus organisatorischen Gründen leider kurzfristig nicht mehr möglich.
(Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, oder... ?)









Selbst neue Kollegen konnten für die Sache gewonnen werden...   😀






Angekommen am zentralen Kundgebungsort, dem Schrannenplatz, ergriffen die Betriebsrats-Vorsitzenden der vertretenen Betriebe das Wort und machten ihrem Unmut über die Tarifflucht in den Unternehmen Luft. Darunter waren H&M, Real, Feneberg und natürlich Dehner.









"Wo bleibt der Respekt vor den Mitarbeitern?"












"Gemeinsam für die Tarifbindung!"










"Wir fordern die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Einzelhandel!"




"Es ist eine Heuchelei, wenn der Arbeitgeber einen bestehenden Tarifvertrag kündigt und behauptet, diese Maßnahme sei auch zum Wohle der Mitarbeiter erfolgt!"











"I wont my money back!!!"



Der unbestritten krönende Abschluss dieser gelungenen Veranstaltung war zweifelsohne
der spontane "Flashmob" der Demonstranten, die damit bewiesen dass ein Streik auch Spaß macht.










Respekt, ihr wackeren Kämpfer - und Glück auf!
Wir von der Blogg-Redaktion sind beeindruckt von Eurer Entschlossenheit.
Da sind wir ja wirklich gespannt was noch kommt. 

Geht da noch mehr???   👍👀



























Samstag, 20. Mai 2017

2.500 Streikende gehen im bayerischen Handel auf die Straße

„Harte Arbeit verdient kräftige Lohnerhöhungen“


Nürnberg u.a., 16.05.2017. Über 2.500 Beschäftigte aus 90 Betrieben im bayerischen Handel folgten am 16.05.2017 dem Streikaufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). 2.000 Streikende machten sich zur zentralen Streikkundgebung nach Nürnberg auf. Besondere Unterstützung erfuhren die Handelsbeschäftigten vom ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske: „Die Arbeit im Handel ist hart: Personalknappheit, oft unfreiwillige Teilzeit und niedrige Löhne gehören zum Alltag der Beschäftigten, gleichzeitig steigen Umsätze und Gewinne der Unternehmen. Eine kräftige Lohnerhöhung ist mehr als überfällig.“




Aufgerufen wurden Beschäftigte aus ausgewählten Betrieben der Unternehmen Amazon, Adveo, Alliance Healthcare, Dehner, Esprit, Feneberg, H&M, Hugendubel, Karstadt, Kaufhof, Kaufland, Lidl, Marktkauf, MediaMarkt, Metro C&C, netto, Norma, Phoenix Pharmahandel, real,-, Selgros, V-Markt, Wöhrl und Zara.





Der Bundesvorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, Frank Bsirske, zeigte sich solidarisch mit den extra hierfür angereisten Kollegen von Dehner aus Memmingen, die auch eine drei stündige Busfahrt nicht abschrecken konnte.

"Respekt vor eurem Mut und Entschlossenheit. Macht weiter so!", lobte Bsirske die Allgäuer bei einem kurzen Gespräch.







Als Grund für die bayernweite Streikaktionen nannte ver.di den enttäuschenden Auftakt der Tarifverhandlungen im Einzel- und Versandhandel, im Groß- und Außenhandel, sowie im Buchhandel in Bayern. Die Arbeitgeber machten entweder überhaupt kein Angebot oder legten im Einzelhandel ein Angebot vor, welches deutliche Reallohnverluste für die Beschäftigten bedeuten würden. Die Forderungen nach der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge lehnten sie kategorisch ab.




„Viele Arbeitgeber haben sich aus der sozialen Verantwortung gestohlen. Nur noch 30 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Einzelhandel tarifgebunden, im Groß- und Außenhandel sind es nur noch 21 Prozent. Das muss sich ändern! Wir brauchen allgemeinverbindliche Tarifverträge, damit die Lohnspirale nach unten gestoppt wird“, erklärte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske auf der Streikkundgebung.

Zu Beginn der Kundgebung wurde eine solidarische Grußbotschaft zu den gleichzeitig laufenden Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel in München verabschiedet und von einer Delegation sofort überbracht.

„Sollte sich die Arbeitgeberseite in den nächsten Tarifverhandlungen nicht wesentlich bewegen und gemeinsame Schritte zu mehr Wertschätzung und Anerkennung auch bei den Entgelten und im Kampf gegen die drohende Altersarmut unternehmen, sind wir gezwungen, die Streikaktionen fortzusetzen und auszuweiten“, so Hubert Thiermeyer, ver.di-Verhandlungsführer in Bayern.


 












Respekt, ihr wackeren Kämpfer - und Glück auf!
Wir von der Blogg-Redaktion sind beeindruckt von Eurer Entschlossenheit.
Und gespannt was noch kommt. Geht da noch mehr???   👍👀